Standlaufgebäude

Diese Prüfzelle wurde gebaut, um Triebwerks-Standläufe von Kampfflugzeugen wie MIRAGE, HUNTER und VENOM sicher durchführen zu können. Nach Wartungsarbeiten oder für Funktionskontrollen werden dabei die Triebwerke am stehenden Flugzeug mit hoher Leistung betrieben. Gleichzeitig reduziert die Anlage den starken Lärm und schützt die Umgebung.

Der Begriff «Bremshaus» stammt daher, dass das Flugzeug während der Tests mechanisch gesichert und «gebremst» wird, damit es trotz hoher Schubleistung nicht nach vorne rollen kann. Solche Anlagen werden auch Prüfzellen genannt, da hier Triebwerke und Flugzeugsysteme überprüft werden.

Der heisse Düsenstrahl wird durch einen 22 m langen Abgasschalldämpfer (Querschnitt ca. 4,5 × 4,5 m) geleitet. Durch seitliche Luftkanäle strömt Frischluft zu, welche die Abgase stark abkühlt und den Lärm dämpft.

Zur Sicherheit verfügt die Anlage über Überwachungskamera, Scheinwerfer und eine CO₂-Löschanlage. Ein elektrisch betriebenes Schiebedach ermöglicht das Öffnen oder Schliessen des Abgaskamins.

Die Prüfzelle diente der Betriebsgruppe Buochs-Ennetbürgen sowie den Fliegertruppen, die auf dem Flugplatz Buochs im Einsatz standen.


Der Lufteintritt für das Triebwerk erfolgt von oben nach unten durch die beiden Tore. Der vom Triebwerk austretende heisse Abgasstrahl strömt durch den Schalldämpfer nach hinten, wird nach oben umgelenkt und zieht dabei durch die Seitenöffnung kühle Sekundärluft mit sich, die zur Kühlung und zur Lärmdämmung der heissen Abgasluft dient. Triebwerk Lärmpegel im Leerlauf ~65 dB; Vollleistung ohne NB ~89 dB; Vollleistung mit NB ~106 dB

Masse: 47m x 22.5m x 8m
Film Standlauf